Pressestimmen
Griesheimer Anzeiger, 09.02.2009
Sprachspiel-Spitzen
Daniel Helfrich bei den „Iwwerzwerschen“ unterhält auf hohem Niveau
Kein gekrampftes Gehirnschmalz, sondern frisch gequirlter Spöttergeist – mit dem man bekanntlich Götter speist und dem Publikum folglich göttliche Unterhaltung kredenzt! Der Kabarettist, Wortkünstler, Pianist Daniel Helfrich tat das mit einem furios-kuriosen Abend im Kulturkreis „Iwwerzwersch“ am vergangenen Samstag.
Dem Verein Musik-, Theater- und Literaturbegeisterter gelingt es immer wieder, Perlen der Kleinkusnt auf seiner Bühne zum strahlen zu bringen. Dafür nehmen die Mitglieder gerne die Mühen der Organisation auf sich, wünschen sich aber Unterstützung durch noch mehr Interessierte, um auch weiterhin ein reichhaltiges Angebot gestalten zu können. Erklärtes Ziel ist es. Jungen Künstlern ein Forum zu bieten. Damit ist Helfrich hier am rechten Ort, doch sein künstlerisches Niveau hat schon Oberliga-Qualitäten.
„Alle mal die Hand heben“ heißt sein Programm. Das ist nicht nur ein „Anwesenheits- check“, denn in ironischer Weise umkreisen seine Nummern mit viel schwarzem Humor das Thema des Bekenntnishaften und Sich-outens. „Traut Euch“! Und das Publikum gibt per Handzeichen willig über Fragen von Achselschweiß bis Steuer- betrug Auskunft. Helfrich selber steht dem in nichts nach und gibt sich in seiner ganzen Vielfalt zu erkennen und spannt den Bogen von „Ich bin nix“ bis zum blasierten verkannten Genie, spart auch den „sch-Fehler“ der odenwälderisch-dialektalen Klangfärbung nicht aus. Ein absolutes Glanzlicht stellt seine Wandlung zum „Gutu“ dar. Mit sinnentleert süßlichem Spruchgeklingel parodiert er esoterisches Sektierertum. Es ist sein Stil zu stilisieren. Sein ganzes Herzblut strömt dabei in geschliffenste Sprachkunst, denn in wohlgewählten Ausdrücken lässt es sich trefflich posieren und provozieren. Eins ist sicher, hier will einer nicht nur wortspielen, sondern auch sprachbeißen. Die Kalauer sind so gut, dass man sie genießt, wenn der Schmerz nachlässt, Redensarten werden verkehrt, Begriffe neu gekreuzt, er kollagiert und montiert neu. Das gilt ebenso für das Patchwork-Oeuvre seiner musikalischen Zitate und Stilimitate.
Mit Leichtigkeit beherrscht er die Tasten und betreibt die hohe Kunst der Wortjonglage bis zur Artistik. Als Sahnehäubchen setzt er noch seine pantomimischen Illustrationen obenauf. Arglustig, böswitzig und charmant-charismatisch schlägt er sein Publikum in den Bann, dass ihm dann auch in absurde Denkwelten folgt: Die Geschichte der Kerzenfamilie, in der der Vater soeben an burn-out starb, rührt an. Seine „pianormale Klavierkunst unter zwei Minuten fünf“ amüsiert köstlich, denn die Ernsthaftigkeit klassischer Musik könnte nicht besser karikiert werden als durch die pfefferscharfen Texte.
Am meisten lachen über seine planvoll sensibel eingefädelten Pointen die Flink-Versteher, Rasch-Raffer und Schnellschalter. Lustvoll genießen sie an diesem Abend eine runde Sache aus Ecken und Kanten. (pee)
Weinheimer Nachrichten/Odenwälder Zeitung 12/2006
Bissig, bösartig, intelligent und absolut unkorrekt
Daniel Helfrich feiert rauschende Premiere / Im Minutentakt wird keine Ethnie verschont
Weiher. (mk) „Wir reden über die Rechte der Linkshänder, aber sie wollen ihre Rechte gar nicht wahrnehmen.“ Keine Minute vergeht, kein Satz verklingt, ohne dass Daniel Helfrich nicht irgendein Wortspiel, einen gedanklichen Fallstrick eingebaut hätte. Er spöttelt, sinniert, persifliert, parodiert, scheut sich nicht vor Bosheiten, ist politisch absolut unkorrekt und hat somit die Lacher auf seiner Seite ……..
Rhein-Neckar-Zeitung 01/2007
Ich bin die frohe Botschaft, froher wird es nicht
Pianormales Kabarett im „Muddy´s Club“: Daniel Helfrich stieg hinab in geistige Elendsviertel und propagierte ein „Jugend-Verbot“
Weinheim. (keke) Er ploppt wie ein Korken aus der Sektflasche vor sein Publikum und dann schäumt und sprudelt er auch schon los. Spricht, singt, hämmert gar nicht piano in die Tasten des Klaviers und in die Gehirngänge seiner Zuhörer und lässt sie am Ende atemlos zurück: Verbal-Akrobatik in Odenwälder Klangfärbung kommt dabei heraus, wenn Daniel Helfrich in seinem ersten Soloprogramm „Alle mal die Hand heben!“ mit seinem Navi von Scharbach/Grasellenbach auszieht, die kabarettistische Welt aus den Angeln zu heben. Durchdacht und hintergründig ist das, komisch sowieso und manchmal auch bitter-komisch, was der 33-Jährige in musikunterlegter hochkonzentrierter Sprachbeherrschung mal in rassen-übergreifenden Rhapsodien, mal in herzbewegenden Oden an den gleichnamigen Wald aufs Tablett bringt …….. Geschickt nutzt er die bundesrepublikanische Themenvielfalt zu seiner Wanderung durch die skurrile Welt des Alltags …………
Fränkische Nachrichten 04/2007
Unbeschwert und schwungvoll
Kabarettist Daniel Helfrich begeisterte Publikum in Hardheim
Hardheim. (Z) Mit Daniel Helfrich präsentierte sich am Freitag im Cafe Leiblein ein jugendlich unbeschwerter, schwungvoller Kabarettist einem genau zuhörenden, begeistert mitgehenden und beifallsfreudigen Publikum. Seine Themen gestaltete der junge Strahlemann unter dem Motto „Alle mal die Hand heben!“ in exzellenter Form und mit manchen, auch bissigen Seitenhieben ….. Daniel Helfrich vermochte das Publikum mit seinem Programm und der souveränen Gestaltung der von ihm gewählten Themen zu überzeugen. Dazu trug auch bei, dass er seine Pfeile in verschiedenste Richtungen abschoss und zur (Schaden-) Freude der jeweils nicht Betroffenen zudem immer ins Schwarze traf. Mit manch bissiger Pointe landete Helfrich seine Volltreffer. Seine originellen Wortspielereien waren Genuss pur ……
Bergsträßer Anzeiger 10/2007
Begeisterter Applaus für Daniel Helfrich
Theater Sapperlot: Junger Liedermacher beeindruckte
Lorsch. (N.Weinbach) „Ich bin nix, besser nix als gar nix“, sang Daniel Helfrich im Lorscher Sapperlot-Theater und stellte damit sein Licht unter den berühmten Scheffel. Denn was der junge Mann aus Scharbach im Odenwald („ein Zeckenbiss-Eldorado“) in einem einstündigen Auszug aus seinem Programm „Alle mal die Hand heben!“ bot, war Genuss pur, war politische Persiflage, Parodie, Hohn und Spott auf alles und für alles Mögliche …….. Mit stehenden Ovationen erklatschte sich das Publikum seine Zugabe – aber auch die war typisch Helfrich: Er verabschiedete sich mit dem Lied „Ich gebe gar nichts zu, aus mir bekommen sie nichts mehr raus. Am besten, geh´n sie jetzt nach Haus.“ ……..
Mannheimer Morgen 10/2007
Alle mal die Hand heben: Kabarett vom Feinsten
Daniel Helfrich amüsiert mit seinem „pianormalen Kabarett im Zehntkeller
Schriesheim. (ef) In das mit Kerzenschein beleuchtete Gewölbe des Zehntkellers kommt der Musiker und Kabarettist Daniel Helfrich wie ein Sonnenstrahl: „Wer da ist bitte mal die Hand heben“, verlangt er vollen Einsatz. Doch noch sind die Zuschauer nicht bereit, aus sich herauszugehen. Da greift Helfrich in die Tasten und spielt das fetzige Stück „Evolutionspfusch“, mit dem er den Materialismus auf die Schippe nimmt ………. Augenzwinkernd und voller feiner Ironie jongliert er Themen wie Einwanderung, Übergewicht und Hundehalter. Doppeldeutige Wortspielereien meistert Helfrich besonders im „Linkshänder-Lied“. Die beiden Verkleidungen als Konfuzius und arroganter Entertainer bereichern das Stück um zwei Personen. Drei Mal ruft das beschwingte Publikum den Kabarettisten zurück auf die Bühne ………
Oberhessische Presse 03/2008
Wer zuletzt lacht, lacht am besten
In der Waggonhalle gastiert zum ersten Mal das „Kabarett am Sonntag“
Marburg. (T.Nolte) …. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die vierzig Zuschauer also schon das ungeschriebene Gesetz des Berliner „Quatsch Comedy Clubs“ akzeptiert – Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Dann aber kam mit dem Klavier-Kabarettisten Daniel Helfrich doch noch etwas erfrischend Unverbrauchtes zu Gehör und zum Zwerchfell. Sein „pianormales Kabarett“ bestach durch Persiflage, Parodie und politische Unkorrektheit …… Eingebettet wurde dieses musikalisch-humoristische Feuerwerk durch Helfrichs souveränes Klavierspiel, seine spitzbübische Attitüde und zahlreiche wortspielerische Pointen ……..
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Von 142lupusalpha @ 13:10 |
Wieder bin ich mit dem Publikum einer Meinung. Verdient gewann gestern Daniel Helfrich den 31. Comedy Slam in der produktion am dom.
Angesiedelt zwischen Hagen Rether (Anti-Grönemeyer-Song zum Download) und CD ("Liebe" zum Kaufen - Kaufzwang!!!) (You Tube) und Rainald Grebe. (wobei Helfrichs "Ode an den Odenwald" mit Grebes (You Tube) "Thüringen" konkurriert. - Wer schreibt endlich was über Eifel und Hunsrück?)
Einziger Wermutstropfen, dass es sein Kracher-Lied "Gebenedikt" weder auf CD noch auf seiner Homepage zum Download gibt.
Dafür die Songs "Ich bin NIX", "Rhapsodie in Hund", und "Ich bin's de Pontifex" ( meine Lieblingsstelle über Xavier) bei You Tube.
So bleibt uns nur zu warten bis er bald wiederkommt - mit seinem abendfüllenden "pianormalen" Programm ("Alle mal die Hand heben") auf dem gleichen Niveau.